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Realisierungsbeschluss durch Gesellschafter

Am 08.07.2022 haben 21 Gesellschafter der Kommunale Nährstoffrückgewinnung Niedersachsen GmbH (KNRN) beschlossen, den nächsten Schritt zur Umsetzung der gesetzlichen Forderungen zur zukünftigen Klärschlammverwertung zu gehen und den Bau von Anlagen zur Klärschlammtrocknung (in Hameln) und thermischen Klärschlammverwertung (in Hildesheim) in kommunaler Eigenregie freigegeben. Zwei Gesellschafter haben sich für einen anderen, bisher aber noch nicht näher beschriebenen Weg der zukünftigen Klärschlammverwertung entschieden und sind aus der Gesellschaft ausgetreten. Dies wird in der kommunalen KNRN Gruppe bedauert, fordert aber aufgrund der geringen jetzt fehlenden Klärschlammmengen keine Veränderung in der bisherigen Planung. Die fehlenden Klärschlammmengen werden durch KNRN aufgefüllt.

Auch die derzeit temporär auftretenden veränderten Situationen in der aktuellen Klärschlammverwertung stellen die grundsätzlichen Forderungen der KNRN Gesellschafter nach langfristiger, transparenter und nachhaltiger Klärschlammverwertung mit Nährstoffrückgewinnung zu wirtschaftlichen Bedingungen in kommunaler Eigenregie nicht in Frage. Ziel der KNRN ist nach wie vor die Rückführung von Nährstoffen, insbesondere Phosphor, in den Wirtschaftskreislauf, die thermische Zerstörung und Abtrennung im Klärschlamm enthaltener Schadstoffe zur Vermeidung deren Eintrags in die Umwelt sowie die Nutzung der bei der Verbrennung erzeugten Wärme des gemäß BEHG als klimaneutral eingestuften Brennstoffs Klärschlamm. Die Gesellschafter sind überzeugt, dass der kommunale Ansatz zur Erfüllung der sicheren Entsorgung des Klärschlamms für die Gebührenzahler der beste Weg ist.

 

Klimaneutrale Wärme

Ergebnisse einer Potenzialstudie zur Auskopplung von Fernwärme

Im Rahmen einer Potenzialstudie wurde die Möglichkeit untersucht, die bei der thermischen Behandlung des Klärschlamms in der Mono-Klärschlammverbrennung (MKVA) Hildesheim anfallende Wärme in das Fernwärmenetz der Stadt Hildesheim einzuspeisen und damit den Ausstoß von klimarelevanten Gasen in Hildesheim nachhaltig zu reduzieren.

Die Studie wurde in enger Zusammenarbeit mit der EVI Energieversorgung Hildesheim GmbH & Co. KG (https://www.evi-hildesheim.de/) erstellt und durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit im Rahmen der nationalen Klimaschutz-Initiative (Richtlinie zur Förderung von Klimaschutzprojekten im kommunalem Umfeld – Kommunalrichtlinie) mit 50 % gefördert (https://www.klimaschutz.de/kommunalrichtlinie).

Im Rahmen der Studie wurden die folgenden Aspekte untersucht:

  • Ermittlung der bisherigen Wärmeverbrauchsstruktur sowie der potenziellen zukünftigen Wärmeverbrauchsstruktur in Hildesheim
  • Ermittlung des Wärmeerzeugungspotenzials am Standort der MKVA Hildesheim
  • Ermittlung des CO2-Einsparpotenzials durch Anbindung der MKVA an das Fernwärmenetz der Stadt Hildesheim
  • Konzept für eine mögliche Fernwärmetrasse zur Anbindung der MKVA an das Fernwärmenetzder EVI sowie Netzausbau und -verdichtung
  • Abschätzung der erforderlichen Realisierungszeiten und Kosten

Die Ergebnisse der Studie zeigten ein deutliches und erhebliches Potenzial, um fossile Energieträger, die bisher zur Wärmeerzeugung in Hildesheim bspw. in Form von Erdgas eingesetzt werden, durch die Anbindung der MKVA an das Fernwärmenetz zu ersetzen. Dabei könnten jährlich bis zu 16.000 t (CO2) für die Wärmebereitstellung eingespart werden, denn die Wärme aus der thermischen Klärschlammbehandlung gilt aufgrund ihres rein biogenen Anteils als klimaneutral, ein Plus für die Anbindung der MKVA Hildesheim an das Fernwärmenetz der Stadt Hildesheim.

Das Konzept der MKVA sieht den Einsatz von vorgetrocknetem Klärschlamm vor und ermöglicht somit eine Wärmeleistung am Standort der MKVA von bis zu 8 MW. Mit dieser Leistung lassen sich ganzjährig ca. 6.000 Einfamilienhäuser mit Wärme versorgen.

Aufgrund der Studienergebnisse haben die beiden Partner EVI und KNRN beschlossen, die Zusammenarbeit zur Nutzung des in der MKVA vorhandenen Wärmepotenzials fortzuführen und auszubauen.

 

 

Generalplaner nimmt Arbeit auf

Ein weiterer Meilenstein für die KNRN auf dem Weg des Modellzukunftsprojektes „Mono-Klärschlammverbrennungsanlage im Hildesheimer Hafen“. Wir freuen uns, fortan einen erfahrenen Generalplaner an unserer Seite zu wissen: Das Ingenieurbüro umwelttechnik&ingenieure GmbH, Hannover, ermittelt im ersten Schritt die Grundlagen der Anlage, entwickelt Vor- und Entwurfsplanung. Im weiteren Projektverlauf steht die Genehmigungsplanung auf der Agenda, das Vorbereiten und Mitwirken bei der Vergabe der Bau- und Lieferleistungen. Part 3 der Kooperation wird das Begleiten bei Bau und Inbetriebnahme der Anlage sein.

Die Experten für Energie- und Kreislaufwirtschaft bekamen den Zuschlag für ihre Arbeiten im Ergebnis einer europaweiten Ausschreibung. Zu ihrer Expertise zählen rund 1.000 Projekte im In- und Ausland. Kompetenzfelder des gut 40-köpfigen Teams sind neben der Verfahrenstechnik Hoch- und Tiefbau ebenso wie Brandschutz, Architektur, nicht zuletzt auch Elektro- und Leittechnik. Mehr: https://www.uigmbh.de/

 

Willkommen Stadt Einbeck

Herzlich willkommen der Stadt Einbeck im Gesellschafterkreis der KNRN! Die ehemalige Hansestadt im Landkreis Northeim trat der Gesellschaft am 26. Juni 2020 auf ihrer jüngsten Versammlung als 23ste Kommune bei. Bedeutet dies etwas hinsichtlich der von uns bis dato für die geplante Verbrennungsanlage kommunizierten zu erwartenden Klärschlammmengen? Nein. Denn ursprünglich war Einbecks Beitritt zur KNRN bereits für die Gesellschafterversammlung 2019 geplant. Einbecks Klärschlammengen sind insofern schon lange in den veröffentlichten Planzahlen der KNRN berücksichtigt. Mehr noch. Die KNRN freut sich sehr, Einbeck jetzt auch formell, offiziell im Gesellschafterkreis zu wissen. Unterstreicht es doch einmal mehr den geballten kommunalen Wunsch und Willen, für zukünftig zu entsorgenden Klärschlamm gemeinsam eine zukunftsfähige, ganzheitliche und nachhaltige Modelllösung mit noch dazu vielerlei Mehrwert zu entwickeln und zu betreiben.

Umweltbeirat

Am 10.03.2020 hat in den Räumlichkeiten der Stadtentwässerung Hildesheim das erste Treffen des Umweltbeirates der KNRN stattgefunden. 16 Vertreter aus Politik und Gesellschaft trafen sich, um den Umweltbeirat der KNRN ins Leben zu rufen. Der Umweltbeirat ist eine freiwillige Veranstaltung mit dem Zweck, mehr Transparenz bezüglich des Projektstandes der KNRN zu schaffen. Er dient dem Austausch von Informationen, Meinungen, Sorgen, Kritiken und Anregungen sowohl während der Errichtungsphase als auch des späteren Betriebs der Monoklärschlammverbrennungsanlage.

 

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